Digital Detox

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Auf der Arbeit gab es letztens eine Veranstaltung zum Thema "Saver Internet Day". Es gab gratis Pizza und Getränke, dazu Informationsbroschüren über Datenschutz im Internet. Die Aktion fand ich wirklich gut, wir sollten uns alle besser zwei mal überlegen, was wir im Netz veröffentlichen, denn einmal online, lässt sich kein Eintrag mehr löschen, obwohl wir das uns das vielleicht meistens ausreden. 
In diesem Post soll es aber nicht in erster Linie um Sicherheit im Internet gehen. Die Veranstaltung ist bloß ein guter Einstieg in die Geschichte (die übrigens auch erklärt, warum von meiner Seite in letzter Zeit sehr wenig Content kam). 
Auf einem Tisch lag dort nämlich ein Zettel aus, darauf stand: "Digital Detox" und ein Aufruf zu einer Challenge: 

Schaffst du es eine Woche ohne digitale Geräte?

Meine Kollegen und ich starrten den Zettel an und zogen uns gegenseitig damit auf, dass wir es doch alle nicht einmal eine Stunde ohne Handy aushalten würden. 

Zurück im Büro setzte ich mich an meinen PC und wollte noch die neusten Benachrichtigungen und WhatsApp-Nachrichten checken. Ich kramte das Handy aus meiner Tasche und - der Bildschirm war schwarz. Der Akku konnte es nicht sein, es war morgens und ich lade das Teil jede Nacht. 
Zuerst verfiel ich in eine Schockstarre, dann schüttelte ich das Gerät und versuchte es noch einmal. Nichts. Was war das ?? 
Es stellte sich heraus, dass es kaputt war. Das Ende der Welt. Was sollte ich nur tun?

Der Zettel auf dem Tisch und seine Aufforderung waren schneller ein präsenter Teil meines Lebens geworden, als ich es für möglich gehalten hätte. Ich war auf Digital Detox. 

Als ich das am nächsten Tag in der Kantine erzählte, haben sich meine Kollegen halb tot gelacht. Na super, vielen Dank auch. "Gut, dass ich über die Karnevalstage in den Urlaub fahre", dachte ich (Post folgt noch). Ich schaffte es irgendwie durch die darauf folgenden zwei Tage, dann flog ich weg. Was ich gemacht habe, erzähle ich euch noch. Worauf ich hinaus will ist, dass ich für fünf Tage keinen Gedanken an mein iPhone verschwendet habe. Ich bin seit Mittwoch wieder da und seither habe ich das Handy erstmal liegen lassen. 

Ich mag Digital Detox irgendwie. Man kann sich ganz auf sich konzentrieren, der ganze Buzz meiner Kontakte fliegt unbeachtet an mir vorbei und ich merke, dass ich auch mal ganz gut ohne auskomme. Komisch oder?
Denkt jetzt nicht, ich würde manches nicht vermissen. Ich vermisse es, Fotos machen zu können. Wie oft wollte ich schnell einen Moment festhalten und es ging nicht. Das ist sowas von ärgerlich, aber der Ärger geht vorbei und man vergisst, was man eigentlich fotografieren wollte. 
Wenn ich Internet brauche, benutze ich meinen Laptop. Das mache ich auch oft, aber ich meide gezielt soziale Netzwerke (außer Tumblr), weil es irgendwie stressig sein kann, immer sofort auf alles antworten zu müssen. Das bedeutet nicht, dass mir das nicht wichtig ist. Ich liebe meine Freunde! Was wir aber begreifen müssen ist, dass es eigentlich nur darum geht, was wir antworten und nicht wann.

Alles in allem gehe ich aus dem unfreiwilligen Selbsttest mit einem guten Gefühl heraus. Digital Detox sollte jeder von uns mal ausprobieren. Denn nur so können wir feststellen, dass Smartphones bloß eine (zugegeben echt gute) Ergänzung zum Alltag sind, und keine Lebensgrundlage wie Essen oder Schlaf.

Das war das Wort am Sonntag! :D

Ist euch euer Handy auch schon mal kaputt gegangen? Was habt ihr dann gemacht? Und würdet ihr freiwillig auf Digital Detox gehen? Ich bin total gespannt auf eure Meinungen!

Noch einen wunderschönen Sonntag, meine Lieben

Eure Elisa





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